Schnellrechner smart

Am Anfang des Smart stand eine Idee: „Ein Auto, zwei Personen, eine Kiste Bier“. Das so genannte Swatch-Mobil, später in smart umbenannt, gehört zu den zentralen Projekten des Schweizer Industriellen Nicolas G. Hayek, dem Mitbegründer der Swatch Group, Das Fahrzeug, das Hayek vorschwebte, sollte ein Mikrokompaktfahrzeug werden, das einen umweltschonenden Hybridantrieb enthalten sollte. Es sollte eigentlich weniger ein Auto, als vielmehr ein Mobilitätskonzept sein.

Unter anderem waren in der Startphase Kooperationen wie beispielweise mit der Bahn angedacht, das Auto sollte auf weiten Reisen mitgeführt werden können. Die Idee eines Fahrzeugs unterhalb der VW-Polo-Klasse hat die Automobilindustrie der 80er-Jahre permanent beschäftigt. Nicht die Industrie allein, auch zahlreiche deutsche Hochschulen und Universitäten haben sich mit der Idee eines Kleinstwagens beschäftigt. Zum Jubiläum „100 Jahre Automobil“ gab es ein Sonderheft der „Auto, Motor und Sport“ (Heft 2/1986), in der ein Plexiglasauto auf der Titelseite abgebildet war sowie die Projektion eines Mercedes-Stadtwagens, mit Vorderradantrieb und Quermotor .

Diesen Entwurf kann man als Vorboten des Smart bezeichnen. Die konsequente Vermarktung der Idee stammt jedoch von Nicolas G. Hayek, dem Gründer der Swatch-Gruppe. Seine Vision von einem Swatch-Auto, das klein und vor allem günstig sein sollte, führte ihn zu VW. Unter anderem sah das Konzept eine - ähnlich den Swatch-Uhren - auswechselbare Karosserie sowie eine Zusammenarbeit mit der Bahn vor, in Form einer Mitführbarkeit des Wagens für weite Reisen. Als VW aus dem Projekt ausstieg, sprang Mercedes Benz ein.

Für die schnelle und erfolgreiche Umsetzung geht Hayek schließlich auf die Suche nach einem erfahrenen Partner. In der Kombination aus hundertjähriger Erfahrung im Automobilbau bei Mercedes-Benz und der kreativen Kraft von Swatch scheinen sich zwei ideale Partner für ein Projekt gefunden zu haben. Die Zusammenarbeit führt zu einem einzigartigen Fahrzeugkonzept und zu einer neuen Automobilmarke: smart.

Der Markenname smart wird als Zusammensetzung aus swatch, mercedes und art erklärt. Alle Produktnamen werden analog zum Markennamen klein geschrieben. Im Englischen bedeutet „smart“' soviel wie „klug“, „gerissen“, „modisch“, „schick“ oder „pfiffig“.

Das Unternehmen Smart wurde 1994 als Micro Compact Car AG in Biel als gemeinsame Tochtergesellschaft von Daimler-Benz und der SMH SA (Sociéte Suisse de Microélectronique et d´Horlogerie) von Hayek gegründet. Im Zuge der Entwicklung des Smart Fortwo (damals noch „City Coupé“ genannt) stieg Hayek aus dem Projekt aus, weil er sich an den steigenden Entwicklungskosten nicht mehr beteiligen wollte. Zudem weigerte sich Daimler-Benz, zentrale Techniken wie etwa Elektromotoren direkt an den Rädern für ein spritsparendes Auto einzubauen Schließlich sollte das ja auch Sinn und Zweck des Vehikels sein.Daraufhin verkaufte Hayek seine Anteile am 1. November 1998 an Daimler-Benz. Im September 2002 firmierte sich die Micro Compact Car Smart GmbH in Smart GmbH um.

2003 verkaufte die Marke Smart 124.700 Fahrzeuge. Die Verwaltungszentrale von Smart liegt in Böblingen. Produziert wird im französischen Hambach, nahe der saarländischen Grenze, und zeitweise in Born in den Niederlanden. Die Produktionsstätte in Hambach wird auch Smartville genannt. Dort werden der Fortwo und dessen Cabrio-Variante produziert auch der Roadster wurde hier hergestellt, in Born wurde der Forfour produziert. Im Laufe des Jahres 2006 wurde die Produktion auf das neue Modell umgestellt. Die Smart GmbH wurde zum 31. Dezember 2006 aufgelöst.