Schnellrechner Volvo

Volvo (vom lateinischen volvo: „ich rolle“) ist ein schwedischer Nutzfahrzeug-Konzern.

Wenn von Volvo die Rede ist, sind mit dem Namen zwei schwedische Kraftfahrzeughersteller gemeint. Zum einen die Volvo Car Corporation, die mittlerweile zu Geely gehört und Pkw herstellt. Zum anderen aber auch die Volvo Group, die auf die Produktion von Bussen und Lastkraftwagen spezialisiert ist und für Volvo, Renault und Mack herstellt.

 

Volvo wurde 1915 vom schwedischen Kugellager-Hersteller SKF als Versuchsabteilung gegründet. 1926/27 wurde Volvo von Assar Gabrielsson und Gustaf Larson als eigenständige Firma ausgegründet. Gabrielsson und Larsson mussten den Vorstand von SKF zur Reaktivierung des Namens und der Tochter Volvo bewegen und so konnte im Jahr 1927 der erste Volvo (mit der Bezeichnung ÖV4 „Jakob“) das Werk bei Göteborg verlassen.

 

SKF hielt noch bis 1935 Anteile an Volvo. Bis 1958 brachte es die Gesellschaft auf zehn verschiedene Fahrzeugserien, allerdings betrugen die Verkaufszahlen nie mehr als 6.200 jährlich. Erst die zwölfte Fahrzeugserie, der in Deutschland als „Buckelvolvo“ bezeichnete Volvo PV444, brachte den internationalen Durchbruch.

 

Volvo hat durch die serienmäßige Ausrüstung des Fahrzeugs mit Befestigungspunkten für Dreipunktgurte sicher dazu beigetragen, den Nimbus besonderer Sicherheit zu schaffen.

 

Nachdem 1967 in Schweden die Umstellung auf Rechtsverkehr stattfand stieg der Absatz an Pkw- und Lkw-Modellen, zumal gerade neue Modelltypen wie der Pkw Volvo 140 und der Lkw Volvo F88 eingeführt wurden. Im Jahr 1978 startete Volvo die Entwicklung einer vollständig neuen Modellreihe, den Volvo 480. Es sollte sich hierbei jedoch nicht nur um ein neues Modell, sondern um ein neues Konzept handeln.

 

Einen Schwerpunkt hatte man von vornherein auf ein leicht keilförmiges Äußeres mit einer sehr flachen Frontpartie gelegt. Hingucker waren von Beginn an die die Klappscheinwerfer. Von Beginn an liefen alle Volvo 480 mit Benzineinspritzung vom Band, was 1986 durchaus nicht selbstverständlich war. Vor allem war es aber natürlich der Frontantrieb, den Volvo beim 480 erstmals in der Serie einführte. 

 

Bis 1973 war Volvo ein reiner Fahrzeugkonzern. Danach jedoch folgten viele Beteiligungen und Übernahmen in anderen Segmenten. Der damalige Vorstandsvorsitzende Pehr G. Gyllenhammar entwickelte Volvo im Laufe der Jahre zu einem Multikonzern. Auf der Aktionärsversammlung im April 1994 stellte der damalige Vorstandsvorsitzende Sören Gyll das Ende der Diversifikation vor.

 

Volvo konzentrierte sich fortan wieder fast vollständig auf das Kerngeschäft und verkaufte nach und nach – mit Ausnahme der genannten Volvo Financial – alle anderen ehemaligen Volvo-Töchter außerhalb des Fahrzeugsegments. Das ursprüngliche Kerngeschäft des Konzerns wurde 1999 an Ford verkauft. Damit der Name Volvo in der Öffentlichkeit weiterhin als eine Einheit angesehen wird und nicht das Image des einen Herstellers mit dem des anderen grundsätzlich differiert, gibt es die Volvo Trade Mark Holding.

 

Diese wurde zeitgleich mit dem Verkauf der Volvo Car Corporation (Volvo Personvagnar) an Ford von Volvo-Chef Leif Johannson und dem damaligen Ford-Vorstandsvorsitzenden Jacques Nasser gegründet. Dieses Unternehmen verwaltet den Namen Volvo und führt somit in wichtigen marketingstrategischen Aspekten beide Kraftfahrzeughersteller wieder zusammen: Jeweils 50 % der Anteile der Volvo Trade Mark Holding gehören der Ford Motor Company, die anderen 50 % gehören der Volvo Group.

 

Zu Beginn der Finanzkrise 2008 hatte der kriselnde US-Mutterkonzern Ford die Tochtergesellschaft Volvo Cars zum Verkauf angeboten, als Grund wurden rote Zahlen bei der Volvo-Pkw-Produktion genannt. Ende 2009 gab Ford bekannt, die „Volvo Car Corporation“ an den chinesischen Automobil- und Motorradhersteller Geely zu veräußern.

Der Vertrag wurde Ende März 2010 unterzeichnet. Der Kaufpreis betrug 1,8 Mrd. Dollar.

 

Heute präsentiert Volvo Fahrzeugreihen, die von der Mittelklasse bis zur Oberen Mittelklasse reichen, flankiert werden diese Modelle durch SUV und sportliche Modelle.